Paderne: Burg

Ruine einer Maurischen Burg hoch über dem Ribeira de Quarteita bei Paderne

Die Burganlage liegt etwa 2km südlich der Ortschaft Paderne auf einem Felssporn in beherrschender Stellung hoch über dem Flüsschen Ribeira de Quarteira. Die Festung ist eine der sieben Burgen, die auf der portugiesischen Landesflagge symbolisch dargestellt sind. Die Ruine mit ihrem rötlich schimmernden Gestein ist eines der wichtigsten Relikte maurischer Militärarchitektur auf der Iberischen Halbinsel.

In der Endphase der maurischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel, im 11. bis 12. Jahrhundert, errichteten die Almohaden (eine muslimische Berber-Dynastie, die von 1147 bis 1269 den Süden der Iberischen Halbinsel und Nordafrika beherrschte) diese Befestigungsanlage aus Stampflehm. Von hier aus beherrschten und bewachten sie die antike Römerstraße via lusitanorum, die etwas weiter südwestlich über eine Brücke über das Flüsschen Quarteira führte.  In jener Zeit der Reconquista durch die Christen bauten die Mauren eine Verteidigungslinie auf, die durch eine Reihe von Festungen mittlerer Größe unterstützt wurde. Die Burg von Paderne ist dafür ein bedeutsames Beispiel.

In den folgenden Jahrhunderten verlor die Burg an Bedeutung und wurde 1858 endgültig aufgegeben. Erst Anfang dieses Jahrhunderts wurden bei archäologischen Ausgrabungen Details der alten Konstruktion freigelegt.

Die Burg verfügt auf 3 Seiten durch die steil abfallenden Hänge des Höhenrückens über einen natürlich Schutz, deshalb wurde die Ostflanke besonders mit einem Turm mit fast 2 Meter dicken Mauern geschützt. An der Südmauer finden sich die Ruinen der Kapelle Nossa Senhora do Castelo, die im 14. Jahrhundert als Pfarrkirche errichtet wurde und 1506 mit der Einweihung der neuen Kirche in der Ortschaft Paderne aufgegeben wurde.

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